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Mittwoch, 8.2.2012

US-Vorwahlen: Der religiöse Rechte holt auf

Der Aussenseiter unter den republikanischen Präsidentschaftskandidaten, Rick Santorum, punktet überraschend in drei Bundesstaaten. Damit mischt der Vertreter der Christlich-Evangelikalen die Vorwahlen auf.

Rick Santorum. «Ich stehe hier als die konservative Alternative zu Barack Obama.» (Keystone)

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Mit einem Dreifachsieg hat Rick Santorum bei den Vorwahlen in den USA das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner wieder spannend gemacht: Der ultrakonservative Ex-Senator von Pennsylvania gewann in den Bundesstaaten Minnesota und Missouri mit deutlichem Vorsprung.

In Colorado holte sich der 53-Jährige erst nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen den Sieg über den Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney. Favorit Romney hat damit plötzlich wieder unerwartet kräftigen Gegenwind.

Deutliche Siege in Missouri und Minnesota
In Colorado kam Santorum nach Auszählung fast aller Stimmen auf 40 Prozent, wie CNN meldet. Romney erhielt 35 Prozent. Der bislang als schärfster Romney-Konkurrent gehandelte ehemalige Parlamentssprecher Newt Gingrich landete mit 13 Prozent abgeschlagen auf dem dritten Platz, knapp vor dem Kongressabgeordneten Ron Paul, der 12 Prozent der Stimmen erhielt.

In Minnesota konnte sich Santorum sogar 45 Prozent sichern. An zweiter Stelle lag dort überraschend der Kongressabgeordnete Ron Paul mit gut 27 Prozent. Romney kam nur auf 17 Prozent, der ehemalige Parlamentspräsident Newt Gingrich auf 11 Prozent.

Noch besser lief das Rennen für Santorum in Missouri, wo er 55 Prozent der Stimmen für sich verbuchen konnte. Romney kam hier auf 25 Prozent und Ron Paul auf 12 Prozent. Die Abstimmung in diesem Staat hatte lediglich symbolischen Charakter, weil dort erst im März verbindlich gewählt wird.

Santorum: «Ich bin die bessere Alternative»
In seiner Siegesrede unterstrich Santorum, ein besserer Herausforderer von Amtsinhaber Barack Obama zu sein als Romney. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts vertrete im Kern die gleichen Positionen wie der Demokrat im Weissen Haus, kritisierte Santorum: «Ich stehe hier als die konservative Alternative zu Barack Obama», sagte er und griff dabei den Präsidenten scharf an: «Er hat niemals auf die Stimmen des Volkes gehört. Er denkt, er sei schlauer als Ihr, besser als Ihr».

Favorit Romney gibt sich gelassen
Mit seinem guten Abschneiden in Missouri, Minnesota und Colorado könnte Santorum den Kampf um die Kandidatur gehörig durcheinanderwirbeln. Der Ex-Senator aus Pennsylvania hatte bislang nur die erste Vorwahl Anfang Januar in Iowa mit hauchdünnem Vorsprung gewonnen und danach stets eher schwach abgeschnitten.

Romney dagegen hatte zuletzt seinen Favoritenstatus mit klaren Siegen in New Hampshire, Nevada und Florida festigen können. Er gratulierte Santorum zu seinem grossen Erfolg, gab sich aber weiter zuversichtlich, Präsidentschaftskandidat zu werden.

Sein bislang schärfster Herausforderer Gingrich konnte nur South Carolina für sich entscheiden. Lediglich Paul konnte noch keine Vorwahl gewinnen, gilt aber wegen seiner breiten Unterstützerbasis als unerschütterlicher Teilnehmer in dem Rennen. (bat, dpa/ape)

 

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Dossier, Letztes Update: Montag, 30.4.2012

Das Rennen um die US-Präsidentschaft

Am 6. November 2012 wählen die US-Bürgerinnen und -Bürger einen neuen Präsidenten. Dass der demokratische Bewerber Barack Obama heisst, steht so gut wie fest. Bei den Republikanern läuft derzeit alles auf die Kandidatur Mitt Romneys heraus. Der Multimillionär und früher Gouverneur von Massachusetts dürfte das aufwändige Vorwahlsystem letztlich für sich entscheiden.


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