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Sonntag, 5.2.2012

Romney gibt bereits den Präsidentschaftskandidaten

Mitt Romney hat auch die Vorwahl im US-Bundesstaat Nevada klar gewonnen. Damit baute er seine Führung im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur aus. Überraschend schlecht schnitt Newt Gingrich ab.

Mitt Romney geniesst das Bad in der Menge. Nach der Vorwahl in Nevada gibt er sich sehr siegessicher. (Keystone)

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Mitt Romney macht Mormonen salonfähig

Auch an diesem Wochenende finden in den USA Vorwahlen bei den Republikanern statt. Favorit ist nach wie vor der Republikaner und Mormone Mitt Romney.   Mehr

Beitrag aus Blickpunkt Religion vom Sonntag, 5.2.2012, 08.08 Uhr, DRS 2

Mitt Romney kam in Nevada ersten Auszählungen zufolge auf rund 43 Prozent der Stimmen, wie mehrere Medien berichteten. Sein Erzrivale Newt Gingrich landete mit grossem Abstand auf Platz 2. Er schaffte lediglich rund 25 Prozent der Stimmen.

Damit baut Romney seinen Vorsprung in dem langwierigen Rennen aus. Erst am Dienstag hatte der Ex-Gouverneur von Massachusetts einen klaren Sieg in Florida eingefahren. Dritter in Nevada wurde der radikalliberale Kongressabgeordnete Ron Paul mit etwa 19 Prozent.

Auch am rechten Rand gewonnen

Medienberichten zufolge überzeugte Romney in Nevada auch sehr konservative Wählerinnen und Wähler sowie Anhänger der Tea-Party-Bewegung, die eigentlich eher zum Gingrich-Lager gezählt werden.

Romney präsentierte sich in einer Rede vor Anhängern in Las Vegas demonstrativ als Herausforderer von Präsident Barack Obama. Seine republikanischen Rivalen ignorierte er fast völlig.

Obama müsse sich für seine gebrochenen Versprechungen und seine verfehlte Politik entschuldigen: «Wenn ich Präsident bin, kümmere ich mich um eure Jobs, nicht um meinen Job», sagte Romney mit Blick auf die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit in den USA.

Romney warf Obama im Kern vor, die US-amerikanischen Werte zu verraten. «In diesen Wahlen müssen wir für das Amerika kämpfen, das wir lieben.»

Zuversichtlicher Gingrich

Gingrich, der als schärfster Rivale Romneys gilt, machte unmissverständlich klar, dass er nicht aufgeben werde. In einigen Wochen werde er die Umfragen wieder anführen. Bereits nach der Vorwahl in Florida hatte er beteuert, in allen Staaten antreten zu wollen.

«Wir gehen bis Tampa», sagte er mit Blick auf den Republikanerparteitag Ende August - dann wollen die Republikaner endgültig entscheiden, wer bei den Präsidentenwahlen im November gegen Obama antritt. Gingrich machte klar, dass er vor allem auf die noch ausstehenden Vorwahlen in konservativen Bundesstaaten und im Süden der USA setzt.

Mormone Romney profitierte von Glaubensbrüdern

Umfragen hatten einen klaren Sieg Romneys in Nevada prognostiziert. Teilweise hatten ihm Meinungsforscher sogar über 50 Prozent der Stimmen vorausgesagt.

Der Mormone Romney konnte nicht zuletzt auf die starke Unterstützung von Menschen seines Glaubens bauen. Diese machen etwa sieben Prozent der Bevölkerung in Nevada aus und gelten als besonders eifrige Teilnehmer an Vorwahlen. Sie stellten knapp einen Viertel der Wahlversammlungsteilnehmer.

Noch nichts entschieden
Abgeschlagen auf dem letzten Platz landete Ex-Senator Rick Santorum mit zwölf Prozent, der bei der ersten Vorwahl in Iowa noch einen Überraschungserfolg verbucht hatte. Nevada war die fünfte Vorwahl und die erste Abstimmung im Westen der USA.

Experten meinen allerdings, ungeachtet der Siegesserie Romneys sei das Rennen der Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur noch längst nicht gelaufen.

Als nächstes wird bereits am Dienstag in Colorado, Minnesota und Missouri abgestimmt. Insgesamt stehen noch Vorwahlen in 45 weiteren Bundesstaaten an. Eine erste echte Vorentscheidung dürfte erst beim «Supertuesday» am 6. März fallen - dann wird in zehn Bundesstaaten abgestimmt. (pet, sda/dpa)

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Dossier, Letztes Update: Montag, 30.4.2012

Das Rennen um die US-Präsidentschaft

Am 6. November 2012 wählen die US-Bürgerinnen und -Bürger einen neuen Präsidenten. Dass der demokratische Bewerber Barack Obama heisst, steht so gut wie fest. Bei den Republikanern läuft derzeit alles auf die Kandidatur Mitt Romneys heraus. Der Multimillionär und früher Gouverneur von Massachusetts dürfte das aufwändige Vorwahlsystem letztlich für sich entscheiden.


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