Beobachter der Arabischen Liga verlassen Syrien
Die Versammlung der Arabischen Liga in Kairo. (Archiv Keystone)
Die Arabische Liga hat ihre Beobachtermission in Syrien gestoppt. Der Generalsekretär der Organisation sagte am Samstag, die Arbeit der Mission sei ausgesetzt worden. Die Leute der Liga sollten sich aus den umkämpften Gebieten zurückziehen. Und zwar so lange, bis das Thema im Rat der Liga erörtert worden sei.
Treffen bei Uno in New York
Am Montag spricht der Generalsekretär der Arabischen bei der Uno in New York vor. Er werde dort zusammen mit dem Syrienbeauftragten der Organisation erwartet. Anschliessend soll es ein neues Treffen der Arabischen Liga geben.
Ende war absehbar
Die Beobachter waren Ende Dezember wegen der gewaltsamen Unterdrückung der Opposition nach Syrien geschickt worden. Sie waren bei ihrer Arbeit aber immer wieder behindert worden. Saudi-Arabien und die Golfstaaten hatten ihre Leute bereits in den letzten Tagen abgezogen. Auch andere Beobachter zogen sich zurück.
Gewalt ohne Ende
Die Mission war von Anfang an umstritten: Sie verzögere ein internationales Eingreifen und könne die Gewalt im Land nicht beenden, hiess es etwa von der Opposition.
Erst am Samstag berichteten Regierungsgegner von einem grausigen Fund in Hama, wo Assads Truppen in der vergangenen Woche massenhaft Kritiker festgenommen hatten: Die Leichen von 17 Häftlingen seien gefunden worden – die meisten mit Kopfschüssen und an den Beinen mit Eisenketten gefesselt. (smus, rte/afp/dpa)
