Israelischer Vergeltungsschlag im Gaza-Streifen
Nach einem Raketenbeschuss durch radikale Palästinenser hat die israelische Luftwaffe in der Nacht auf Freitag mehrere Ziele im Gazastreifen bombardiert.
Schmugglertunnel im Visier
Kampflugzeuge griffen nach Angaben von Hamas-Vertretern und Augenzeugen an sechs verschiedenen Orten in dem Küstengebiet an, darunter drei Schmugglertunnel an der Grenze zu Ägypten und eine Giesserei in der Stadt Gaza.
Bei den Angriffen auf die Tunnelanlagen seien mindestens zwei Zivilisten verletzt worden. Die israelische Armee gab zunächst keine Stellungnahme ab.
Todesopfer bei Raketenangriff
Am Donnerstag war erstmals seit dem Gaza-Krieg ein Mensch in Israel durch einen Raketenangriff radikaler Palästinenser ums Leben gekommen. Bei dem Toten handelt es sich um einen thailändischen Gastarbeiter in der Kooperative Netiv Ha'asara nahe dem Gazastreifen. Der israelische Vize-Ministerpräsident Silvan Schalom kündigte daraufhin Vergeltung an.
Bisher unbekannte Gruppe
Zu dem Anschlag bekannte sich die bislang unbekannte Gruppe Ansar al-Sunna sowie die Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden, ein radikaler Flügel der Fatah-Bewegung von Palästinenser-Präsident Mahmus Abbas. Das Kommando über den Gazastreifen hat die rivalisierende Hamas.
Telefonat zwischen Clinton und Netanjahu
Unterdessen rief Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu US- Aussenministerin Hillary Clinton an. Bei dem Telefongespräch hätten sich beide Politiker auf konkrete vertrauensbildende Massnahmen geeinigt, um die «Atmosphäre in Hinsicht auf einen Fortschritt im Friedensprozess zu verbessern», sagte US-Aussenministeriumssprecher Philip Crowley in Moskau.
Nahost-Quartett trifft sich
Dort hielt sich Clinton unter anderem wegen der geplanten Gespräche des Nahost-Quartetts auf.
Vertreter der Vereinten Nationen, der Europäischen Union, der USA und Russlands wollen nach Wegen zur Wiederaufnahme eines direkten Dialogs zwischen Israel und den Palästinensern suchen. (luek, sda/dpa/reuters/afp)
Mehr zu den Stichwörtern:
Service:




