Herausforderer Allawi liegt bei Irak-Wahl knapp vorn
Nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen überraschend in Führung gegangen: Ayad Allawi. (Keystone)
Nach dem jüngsten Zwischenergebnis der irakischen Parlamentswahlen vom 7. März liegt der säkulare schiitische Ex-Regierungschef Ayad Allawi leicht vor Nuri al-Maliki.
Der amtierende Ministerpräsident von der schiitischen Rechtsstaats-Allianz weist gegenüber seinem Herausforderer vom überkonfessionellen Bündnis Irakiya einen Rückstand von 9000 Stimmen auf.
Vorwürfe wegen Manipulation
Die Resultate basieren auf der Auszählung von 80 Prozent der etwa zwölf Millionen abgegebenen Stimmen. Prompt verlangte das Rechtsstaats-Bündnis eine Nachzählung in Bagdad, wo sein ursprünglicher Vorsprung zuletzt immer stärker zusammengeschmolzen war.
Der Allianz lägen Hinweise auf Manipulation vor. Die Unabhängige Wahlkommission wies die Vorwürfe zurück. Die Auszählung sei korrekt verlaufen, die Stimmzettel würden mehrmals überprüft.
Beide Kandidaten auf Koalitionspartner angewiesen
Allawi oder Maliki und ihre Blöcke werden zur Bildung der Regierung auf die überwiegend von Schiiten gebildete Irakische Nationalallianz (INA) oder das Bündnis der beiden kurdischen Parteien angewiesen sein.
Letzteres liegt in den drei Kurdengebieten in Führung. In der zwischen Arabern und Kurden umstrittenen Öl-Provinz Kirkuk hat dagegen Allawi die Nase leicht vorn. Experten gehen davon aus, dass die Regierungsbildung Monate dauern wird. (haem, reuters)
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