Swiss: Zugpferd unter Lufthansa-Dach
Swiss spürt Kirse weniger als andere
Die Schweizer Airline Swiss verdient zwar weniger als vor der Krise, aber sie fliegt immer noch mit Gewinn. Sie unterscheidet sich damit von der Branche und auch von der deutschen Lufthansa, zu deren Konzern sie gehört. «Das Ergebnis kann sich sehen lassen, vor allem im Wettbewerbsvergleich», sagte Swiss-Chef Harry Hohmeister. Mehr
Die Fluggesellschaft Swiss ist trotz schwerer Branchenkrise und einem Gewinneinbruch von über 300 Millionen Franken nicht in die Verlustzone geflogen. Der operative Gewinn, den sie 2009 erzielte lag bei 146 Millionen Franken. Damit ist die Swiss die ertragreichste Tochter unter dem Dach der Lufthansa.
Gewinnrückgang
Bei der Swiss ging der operative Gewinn um 69 Prozent zurück, und zwar von 472 auf 146 Millionen Franken, wie die Fluggesellschaft am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz sank um 17 Prozent auf 4,4 Milliarden Franken.
Trotz scharfem Gegenwind schrieb Swiss 2009 in allen Quartalen schwarze Zahlen. Swiss-Chef Harry Hohmeister: «Dies gelang uns trotz eines deutlichen Erlöseinbruchs und eines spürbaren Rutsches von höheren in tiefere Buchungsklassen.»
Kosten gesenkt
Auf die geänderte Nachfrage reagierte die Swiss mit Kapazitätsanpassungen: Das Angebot wurde im Vergleich zum ursprünglichen Flugplan um 6 Prozent gesenkt, davon 3 Prozent in Europa und 8 Prozent im Interkontinentalverkehr.
Die Zahl der Stellen blieb praktisch unverändert bei 7342 Mitarbeitenden. Von Juni bis Oktober wurde allerdings bei Swiss WorldCargo in der Schweiz kurzgearbeitet. Die Swiss verhängte zahlreiche weitere Personalmassnahmen, etwa Stellenstopp, erleichterter Bezug von unbezahltem Urlaub für das Bodenpersonal oder Gehaltsverzicht des Topmanagements.
2010 Erlöse steigern
Im laufenden Jahr will die Swiss die Erlöse im Passagier- und Frachtgeschäft deutlich erhöhen und das Ergebnis nicht allein durch weitere Kosteneinsparungen verbessern. (haem, sda/ddp)
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