Video: Sessellift-Interview mit dem Schneeforscher
Der Mann mit dem Gespür für Schnee. Mathieu Fauve erforscht im Auftrag von Swiss Olympic die Schneequalität an den olympischen Winterspielen in Kanada und versorgt die Schweizer Serviceleute mit Prognosen über die Schneetemperaturen.
Chef des Projekts «Snow» ist der 35jährige Franzose Mathieu Fauve. Er hat ein Computer-Modell entwickelt, dass jeweils 24 Stunden im Voraus prognostizieren kann, wie die Schneetemperaturen auf der Rennstrecke zum Zeitpunkt des Rennens sein werden.
Insbesondere die Schlüsselstrecken wie zum Beispiel die Gleitpassagen werden speziell erforscht, damit die Serviceleute des Schweizer Skiteams für ihre Fahrer das richtige Material auswählen.
Ein GPS-Gerät auf der Mütze
Kern des Projekts ist ein dreidimensionales Computermodell der Strecke. Aufgrund der messbaren Schneetemperaturen berechnet das Programm anhand der Wetterprognosen die erwarteten Schneetemperaturen während des Rennens.
Damit auch der Winkel der Sonneneinstrahlung auf die Piste errechnet werden kann, hat Mathieu Fauve alle Rennstrecken vermessen, in dem er mit einem GPS-Gerät auf der Mütze die Piste hinuntergefahren ist.
Wer hats erfunden?
Die Prognosen der Schneetemperaturen helfen nicht nur den Skifahrerinnen und Skifahrer, auch die Schweizer Olympiasieger Dario Cologna auf der Langlaufstrecke und Simon Amman auf der Grossschanze werden am Samstag von Mathieu Fauve mit Temperaturprognosen für die Loipe und den Schanzentisch versorgt.
Selbst die Bobfahrer werden von wissenschaftlichen Team betreut und mit den neusten Informationen über die Eisqualität der Bobbahn versorgt.
Andere Topnationen wie Frankreich oder Norwegen haben einzelne Schneeforscher-Teams im Einsatz, aber so konsequent wie das Team von Swiss Oylmpic beschäftigt sich sonst niemand mit der Qualität von Schnee und Eis an den olympischen Winterspielen in Kanada. (bat/che)
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