Positive Bilanz der Bologna-Reform
Zehn Jahre nach dem Start der Bologna- Studienreform sehen 58 Prozent der europäischen Hochschulen den eingeschlagen Weg als «sehr positiv» an. 38 Prozent räumten in einer Befragung ein, die Einführung der neuen Abschlüsse habe «gemischte» Resultate ergeben.
Nur gerade 0,1 Prozent der Hochschulen beurteilte die Reform insgesamt als «negativ». Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Europäischen Rektorenkonferenz (EUA) ergab.
Schlankere Studiengänge und mehr Mobilität
Darin wird auch festgehalten, dass viele Universitäten ihre Studiengänge weiter entschlacken müssen. Auch die Mobilität der Studierenden müsse weiter verbessert werden.
Bologna-Gipfel ab Donnerstag
Die Wissenschaftsminister von 46 Staaten werden ab Donnerstag in Wien und Budapest eine Bilanz der Reform ziehen. Sie war 1999 auf einer Konferenz in der italienischen Hochschulstadt Bologna eingeleitet worden.
Gegengipfel der Studierenden
Studentengruppen kündigten Proteste in Wien und für Freitag einen «Bologna-Gegengipfel» an. In einer Erklärung der Europäischen Studenten Union heisst es, die ursprünglichen Ziele des Bologna-Prozesses, nämlich bessere soziale Bedingungen, einfachere Anerkennung von Abschlüssen sowie mehr Chancen auf ein Auslandsstudium seien häufig nicht erreicht worden.
Aus Protest gegen die Reform waren im vergangenen Jahr europaweit tausende Studenten auf die Strasse gegangen und hatten zum Teil während Wochen den Unterricht blockiert. (bat, sda)
Service:




