Dossier, Letztes Update: Dienstag, 24.8.2010
Teheran arbeitet seit Anfang der 1980er Jahre an einem Atomprogramm. Bis 2002 wusste die internationale Gemeinschaft nichts davon. Iran behauptet, die Forschungsarbeiten hätten nur die zivile Nutzung der Atomkraft zum Ziel. Der Westen wirft dem Mullah-Regime dagegen vor, an einer Atombombe zu bauen.
Sonntag, 22.8.2010
Der Iran hat mit russischer Hilfe ein erstes Kernkraftwerk in Betrieb genommen. In der Hafenstadt Bushehr brachten Nuklearexperten aus Moskau die ersten der mehr als 160 Brennstäbe in den Reaktor.
Montag, 26.7.2010
Mit einer Verschärfung der Sanktionen will die EU Iran dazu zwingen, im Atomstreit einzulenken. Unter anderem dürfen keine Güter mehr gehandelt werden, die sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke verwendet werden können.
Mittwoch, 9.6.2010
Der Uno-Sicherheitsrat hat gegen Iran neue Sanktionen verabschiedet. Grund für die Massnahmen ist die mangelnde Kooperation Teherans, was das Atomprogramm des Landes angeht.
Dienstag, 18.5.2010
Noch am Montag war aus Teheran ein Durchbruch im Atomstreit gemeldet worden, dank der Vermittlung der Türkei und Brasiliens. Nun ist aber doch wieder von Sanktionen gegen Iran die Rede.
Echo der Zeit vom Montag, 17.5.2010, 19.00 Uhr
Iran willigt ein, niedrig angereichertes Uran zu exportieren. Im Gegenzug erhält Teheran höher angereichertes Uran für einen Forschungsreaktor. Vermittelt haben diesen Deal Brasilien und die Türkei und sie lassen sich dafür gehörig feiern. Aber eine nachhaltige Lösung im Atomstreit ist das nicht.
Montag, 17.5.2010
Die internationale Staatengemeinschaft reagiert verhalten bis skeptisch auf den Vorschlag Irans, künftig einen Teil seines Urans in der Türkei anzureichern.
Rendez-vous vom Montag, 17.5.2010, 12.30 Uhr
Im unendlichen Atomstreit mit Iran scheint sich ein Ausweg anzubahnen. Irans Präsident Ahmadinejad hat sich in einem Dreier-Gipfel mit dem türkischen Regierungschef Erdogan und dem brasilianischen Staatspräsidenten Lula da Silva auf einen Kompromiss geeinigt: Demnach ist der Iran nun bereit, Uran im Ausland anreichern zu lassen, statt dies im eigenen Land tun zu wollen.
Montag, 17.5.2010
Iran hat im Atomstreit kompromissbereit gezeigt und einer Anreicherung von Uran im Ausland zugestimmt. Iran unterzeichnete ein entsprechendes Abkommen mit der Türkei und Brasilien.
Echo der Zeit vom Mittwoch, 14.4.2010, 18.00 Uhr
Die Ergebnisse des Weltatomgipfels von Washington sind zwar völkerrechtlich nicht verbindlich, zentrale Fragen wurden umschifft. Dennoch wird der von US-Präsident Barack Obama lancierte Gipfel von Politikern und Beobachtern mehrheitlich positiv bewertet.