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Donnerstag, 11.3.2010

Leitzins bleibt unverändert

Die Schweizerische Nationalbank belässt den Leitzins bei einem Viertel-Prozent. Damit setzt sie ihre Politik fort, die Wirtschaft mit günstigem Geld zu versorgen.

Trotz Aufhellungen am Konjunkturhimmel versorgt die Schweizerische Nationalbank (SNB) die Wirtschaft grosszügig mit billigem Geld. Sie peilt weiterhin einen Leitzins von 0,25 Prozent an, wie sie mitteilte.

Die SNB warnt Banken und Kreditnehmer
Während der Zinsentscheid wie erwartet ausfiel, überraschten die scharfen Worte der SNB zur Hypothekenvergabe. Grund für die Ermahnung sind das Wachstum der Hypothekarkredite, das im Januar 5,3 Prozent erreichte. Auch die Preise für Wohnimmobilien stiegen stetig an, hiess es weiter.

Finanzkrise nach US-Vorbild vorbeugen
Die Zinsen seien im historischen Vergleich ausserordentlich tief, teilte die SNB nach ihrer Quartals-Zinssitzung mit. Die SNB will mit ihrem Entscheid ein Szenario wie in den USA verhindern.

Dort führte die Nullzins-Politik der Notenbank Fed - nach dem Schock der Terroranschläge vom 11. September 2001 - schliesslich zu einer Immobilienblase. Diese habe darauf die Finanzkrise ausgelöst.

Bruttoinlandprodukt steigt
Das Zielband für den Zins, den die SNB nur indirekt steuern kann, bleibt bei 0 bis 0,75 Prozent. Die SNB prognostiziert für 2010 ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts von rund 1,5 Prozent.

Die Teuerung dürfte gemäss der SNB-Prognose dieses Jahr 0,7 Prozent betragen und 2011 auf 0,9 Prozent anziehen.

Nach wie vor wachsam sind die Währungshüter beim Frankenkurs zum Euro. Einer übermässigen Aufwertung, welche insbesondere die Schweizer Exportwirtschaft belasten würde, will sie weiterhin «entschieden entgegenwirken». (rend, sda)

Was passiert bei einer Leitzinssenkung?

Wie sich die Schweizer Wirtschaft entwickelt

Die Folgen der Wirtschaftskrise



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