Freitag, 23.7.2010
Das Referendum gegen neue Doppelbesteuerungsabkommen kommt nicht zustande. Die Lega dei Ticinesi will nicht mehr gegen die Lockerung des Bankgeheimnisses ankämpfen.
Donnerstag, 22.7.2010
Die deutschen Finanzbehörden prüfen den Kauf einer neuen Bankdaten-CD. Diese soll Angaben über deutsche Kunden der Liechtensteinischen Landesbank enthalten.
Dienstag, 20.7.2010
Im Kanton Zürich wird rege von einer Steueramnestie Gebrauch gemacht: In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden bereits 205 Millionen Schwarzgeld legalisiert.
Montag, 19.7.2010
Die Übermittlung der UBS-Kontendaten von mutmasslichen US-Steuersündern an die USA ist angelaufen. Nach dem Ja des Parlaments zum Staatsvertrag hat das Bundesverwaltungsgericht die Datenlieferung abgesegnet.
Freitag, 16.7.2010
Die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf hat «weit über 100 Umzugskartons» aus 13 deutschen CS-Filialen beschlagnahmt. Am deutschen Hauptsitz der Credit Suisse in Frankfurt gehen die Durchsuchungen nächste Woche weiter.
Mittwoch, 14.7.2010
In Deutschland sind die 13 Filialen der Credit Suisse durchsucht worden. Die Aktion steht im Zusammenhang mit der Daten-CD, die die nordrhein-westfälische Regierung gekauft hat.
Dienstag, 13.7.2010
Die FDP will die Unterscheidung zwischen Steuerhinterziehung und -betrug beibehalten. Bei ihren Vorschlägen für eine Finanzplatz-Politik setzt die Partei auf die Abgeltungssteuer.
Montag, 5.7.2010
Die SVP lanciert kein Referendum zur Lockerung des Bankgeheimnisses gegenüber dem Ausland. Damit akzeptiert sie unter anderem auch das Doppelbesteuerungsabkommen mit den USA.
Samstagsrundschau vom Samstag, 19.6.2010, 19.33 Uhr
Das Volk wird nichts zum Staatsvertrag zu sagen haben. Die Parlamentarier haben sich dafür umso mehr dazu geäussert bis doch noch ein Ja resultierte. Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf hat harte Wochen hinter und vor sich. Denn die Banken- und Steuerkrise ist nicht ausgestanden.
Donnerstag, 17.6.2010
Bei der UBS, der Urheberin des Steuerstreits zwischen den USA und der Schweiz, zeigt man sich erleichtert: Konzernchef Grübel dankt den Parlamentariern, dass sie den Staatsvertrag nach dem langen Kräftemessen doch noch abgesegnet haben.